Per- und Polyfluoralkylsubstanzen (PFAS), oft als „Ewigkeitschemikalien“ bezeichnet, sind in der Umwelt sehr mobil und reichern sich in Tieren und Menschen an, was weltweit grosse Herausforderungen für Umwelt und Gesundheit mit sich bringt. In der Schweiz sorgt die jüngste Entdeckung von PFAS-Verunreinigungen in landwirtschaftlichen Flächen sowie in Fleisch und Milch von Wiederkäuern derzeit für grosse öffentliche Aufmerksamkeit. Diese Doktorandenstelle ist Teil des SURFAS-Projekts „Untersuchung der Hintergrundkonzentrationen von per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS) in Futtermitteln in der Schweiz: Ein Fokus auf Grasland und die Determinanten der Boden-Pflanzen-Transferfaktoren“. Sie verfügen über einen Hintergrund in Agrar-, Pflanzen-, Boden- oder Umweltwissenschaften, Biologie, Umweltchemie oder einem verwandten interdisziplinären Fachgebiet. Sie interessieren sich für angewandte Forschung und möchten zur Verbesserung der Lebensmittelsicherheit tierischer Produkte beitragen. Sie fühlen sich mit ganzheitlichen Ansätzen an der Schnittstelle verschiedener Disziplinen wohl. Sie verfügen über Erfahrung in der Feldprobenahme, Datenverarbeitung, Modellierung sowie im wissenschaftlichen Schreiben und möchten diese Kompetenzen weiterentwickeln. Ihrer Arbeit umfasst eine schweizweite Probenahmekampagne von Futterpflanzen und Böden, die Analyse des PFAS-Transfers vom Boden in Futterpflanzen sowie die Modellierung des Verbleibs dieser Schadstoffe in Wiederkäuern.
SURFAS wird vom Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) finanziert und im Rahmen eines starken internationalen Forschungsnetzwerks durchgeführt, das Agroscope, die Empa (Dübendorf, Schweiz) und das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR, Berlin) umfasst und Ihnen ein einzigartiges interdisziplinäres und anwendungsorientiertes Forschungsumfeld bietet.